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Themen: Adipositas, Übergewicht, Abnehmen mit und ohne Magenband

Ernährung
 

 

Ernährung als Hilfsmittel zum Abnehmen
Salatschüssel 

Das klingt erstmal komisch? Tatsächlich können wir aber nicht ohne Essen und Trinken auskommen, sonst würden wir verhungern oder verdursten. Wir können nicht wie Drogenabhängige oder Alkoholiker "einfach" auf unser Suchtmittel, das Essen, verzichten. Dennoch ist es möglich, trotz guter Ernährung erfolgreich abzunehmen!

Wir müssen uns nur mehr mit dem, was wir zu uns nehmen auseinander setzen, schließlich soll es uns gut tun, nicht unseren Körper zerstören! Dafür sollten wir nicht auf die "Fachleute" irgendwelcher Diätratgeber hören, sondern lieber in uns selber hinein, erspüren, was unserem Körper wirklich gut tut!

Natürlich bin auch ich selber schon oft genug der Hoffnung verfallen, mit irgendwelchen "Wunderdiäten" schnell ganz viel und mit möglichst wenig Anstrengung und Verzicht verbunden abnehmen zu können.

Klar, ich habe tatsächlich meistens jedenfalls einige Kilos verloren, aber der allseits bekannte Jo-Jo-Effekt ließ nicht lange auf sich warten.

Daher hilft auf Dauer nur: den eigenen Kopf gebrauchen, also seinen Verstand einsetzen, denn vieles von dem, was gut für uns ist oder was uns im Gegenteil schadet, sagt einem , wenn man ehrlich zu sich selber ist, schon der gesunde Menschenverstand, und auf den eigenen Körper hören.

Jetzt wird der Eine oder die Andere sicher einwenden, "ich spüre nicht mehr, was mein Körper selber will", "ich habe kein Sättigungsgefühl mehr, mein Magen ist ein einziges, großes Loch!", deshalb fasse ich hier die - nach (nicht nur) meinen Vorstellungen - wichtigsten Erkenntnisse zusammen:

  • Wer abnehmen will, muss mehr Kalorien verbrauchen, als er zu sich nimmt. das gilt nicht unbedingt tageweise, aber im Wochendurchschnitt gesehen sollte es sich auf jeden Fall so verhalten.

  • Wenn wir zu wenig essen bzw. unserem Körper zu wenig Kalorien zuführen, denkt er, jetzt kommt eine Hungersnot und legt Depots an, die uns wiederum nicht abnehmen lassen. Gut ist es daher, immer mal etwas unterschiedlich viel zu essen, dabei aber sein Wochenlimit nicht aus den Augen zu verlieren!

  • Gut ist es sich möglichst "steinzeitlich" zu ernähren, dazu später mehr.

  • Wir sollten lieber auf Qualität anstatt auf Quantität achten, das heißt, uns lieber gute, unbehandelte Lebensmittel gönnen anstatt ganz viel billigen chemischen Kram in uns hinein zu stopfen!

  • Ganz wichtig für eine gesund Ernährung sind die Proteine, also die Eiweiße. Diesen Baustoff braucht unser Körper um sich zu regenerieren. alles andere sind mehr oder weniger "nur" Energielieferanten, wobei wir Möppelchen schon ziemlich viel Energie in unseren Depots haben, daher nicht mehr soviel neu hinzu fügen müssen! Ein Näherungswert für die Eiweißmenge, de wir täglich zu uns nehmen sollten, sind 1 - 1,3 g pro Kilogramm Körpergewicht (eines "Normalmenschen" unserer Größe, unseres Geschlechts und unseres Alters).

    Bekommt der Körper nicht diese benötigte menge an täglichem Eiweiß, fängt er an, Muskelmasse abzubauen. schlecht für uns, da nur in den Muskeln Fett verbrannt wird, wenn wir also keine Muskeln haben, verbrennen wir weniger Fett und nehmen daher nicht mehr so gut ab!

  • Nehmen wir Kohlehydrate zu uns, wird empfohlen darauf zu achten, dass es sich um möglichst komplexe handelt, nicht um so genannte "leere Kohlenhydrate", die nur Hungergefühle auslösen statt zu sättigen. Isst man mal richtig kohlenhydratreich, sollte man die KH lieber mit Ballaststoffen (Salaten, Gemüse) kombinieren, nicht mit Fett, denn wenn das Insulin die Zellen quasi aufschließt für den Zucker, lässt es sonst das Fett leider auch hinein! Mit "Zucker" ist hier nicht nur weißer Raffinadezucker gemeint, sondern alle KH, die werden nämlich im Körper in Zucker umgewandelt!

  • Fett ist nicht gleich Fett! Transfette (gehärtete Fette, kommen meist in Fastfood vor) sollte man unbedingt meiden, gute Fette wie Olivenöl (kaltgepresst), Leinöl, Rapsöl und alle Öle, die einen hohen Anteil an Omega3D-Fettsäuren aufweisen, darf man ruhig in Maßen genießen, ja, sie sind sogar unentbehrlich für unseren Körper, da manche Vitamine nur aufgeschlossen werden in Verbindung mit Fett.

  • Lieber Gemüse statt Obst essen, denn Gemüse hat mehr Vitamine, aber ist nicht so zuckerhaltig wie Obst! Einen Teil des täglichen Gemüses kann man gerne auch roh verzehren. Beim Gemüse ordentlich zugreifen, das Gemüse sollte den größten Anteil der jeweiligen Mahlzeit ausmachen! Dabei abwechslungsreich essen!

  • Eiweiß dagegen sollte man gegart bevorzugen und bei der Auswahl auf magere Sorten achten wie Geflügel, Wild, Filet und Fisch. Lediglich bei den Fischen sollte man wegen des hohen Anteils an Omega3D-Fettsäuren auch ab und zu zu fetten Arten (z. B. Lachs, Hering, Makrele) greifen.

  • Wer sie verträgt, sollte auch täglich ein paar Nüsse und/oder Kerne mit in den Speiseplan einbauen, sie liefern wertvolle Inhaltsstoffe für unseren Körper!

  • Milchprodukte liefern das für den Knochenaufbau so wichtige Calzium.

Hält man sich an diese Empfehlungen und übertreibt es nicht mit der Menge der so zu sich genommenen Nahrungsmittel, steht auf Dauer einer Gewichtsregulierung nichts mehr im Wege. Dennoch gilt auch hier:

Kein noch so guter Grundsatz gilt für jeden Menschen gleich, daher ist jede/r Einzelne von uns gefragt für sich selbst zu erspüren, was für ihn das Beste ist! Leider gibt es Niemanden, der uns da ein allgemeingültiges fertiges Konzept vorsetzen kann, denn jeder Körper ist anders, und wenn uns das Jemand vorgaukeln will, ist ihm nicht über den Weg zu trauen, das ist meine höchstpersönliche Meinung!

In diesem Sinne: "Guten Appetit!"

 

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