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Themen: Adipositas, Übergewicht, Abnehmen mit und ohne Magenband

für Angehörige
 

 

Tipps für Angehörige von Essgestörten

 

Menschen, die erfahren müssen, dass ihre Liebsten an einer Essstörung leiden, sind meist zunächst irritiert bis schockiert. Viele wissen gar nicht, wie sie ihren Angehörigen helfen sollen und können, einige machen aus dieser Hilflosigkeit heraus gravierende Fehler im Umgang mit der erkrankten Person, die diese wiederum meistenteils mit weiteren Fressanfällen zu kompensieren versucht. Ich selber habe dies leidvoll erleben müssen, aber die gleichen Geschichten auch von etlichen anderen Leuten gehört, die ebenfalls unter Essstörungen leiden.

 

Deshalb möchte ich als selbst Betroffene hier einige Tipps geben, wie gut gemeinte Hilfsangebote am ehesten angenommen werden bzw. Dinge aufzählen, die man lieber lassen sollte, weil damit oft das Gegenteil vom Gewünschten erreicht wird!

 

Wer noch Fragen zu diesem Thema hat, darf sich gerne über das Kontaktformular an mich wenden, ich werde schnellstmöglich antworten.

 

 

Was sollte man tun:

 

  • Höre der erkrankten Person zu, wenn sie von selber ihre Essstörung anspricht!

  • Habe Geduld!

  • Informiere dich, wenn es deine Zeit zulässt, über diese heimtückische und langwierige Krankheit!

  • Gib der kranken Person zu verstehen, dass du auf ihrer Seite bist und sie nicht wegen ihres Übergewichtes und/oder ihres Äußeren ablehnst!

  • Wenn du miterlebst, wie die kranke Person von außen angegriffen wird, ergreife Partei für sie, damit sie sich beschützt fühlt!

  • Wenn du fachkundig genug bist, gib der kranken Person Tipps, was sie gegen die Essstörung unternehmen kann, aber dränge sie zu nichts!

  • Appelliere an die Kraft der erkrankten Person und motiviere sie, indem du ihr sagst, dass sie aus dem Teufelskreis ausbrechen kann!

  • Lobe jeden noch so kleinen Erfolg im Kampf gegen die Pfunde!

  • Sprecht offen über eure Erwartungen an den anderen!

 

Was sollte man vermeiden:

 

  • Vermeide Diskussionen über Gewicht, Essen und Diäten, wenn die erkrankte Person sie nicht selber angesprochen hat!

  • Zwinge die Essgestörte nicht zum Essen!

  • Vermeide logische Argumente, die Kranke weiß meistens selber, was und wie viel sie eigentlich essen müsste, kann dies aber nicht umsetzen!

  • Mach der Kranken keine Vorwürfe, was ihre Krankheit oder ihr Essverhalten angeht!

  • Bemitleide und vergleiche die kranke Person nicht, also keine Fotos oder Zahlen!

  • Wirf auch dir selber nichts vor und denke auch an dich!

 

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